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Zeitarbeit – das strategische Instrument
Keine Frage – gesellschaftlich wie politisch ist Zeitarbeit ein emotionsgeladenes Thema. Während zum Beispiel der 1. Mai, der Tag der Arbeit, von den Gewerkschaften standesgemäß dazu genutzt wird, die Zeitarbeit pauschal als „prekäre“ Beschäftigungsform zu diskreditieren, wird diese seitens der Politik wesentlich differenzierter betrachtet – so wurde die Zeitarbeit von der Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Ursula von der Leyen, erst im letzten Jahr als „Brücke zur Arbeit“ für Menschen, die sonst schlechte Chancen auf dem ersten Arbeitsmarkt haben, gewürdigt sowie als ein Mittel für Unternehmen, flexibler auf Nachfragespitzen zu reagieren.

Was ist aber die ökonomische Realität jenseits der gesellschaftspolitischen Grabenkämpfe? Hier, in den Unternehmen vor Ort, wird Zeitarbeit vor allem als ein wirksames Mittel gesehen, um mit dem rasend schnellen Wandel im globalen Wettbewerb überhaupt Schritt halten zu können. Neben den offensichtlichen Vorteilen durch flexible und zeitnahe Personallösungen, welche für die Unternehmen gerade in schwierigen Zeiten überlebenswichtig sein können, ist Zeitarbeit auch im aktuellen Aufschwung ein bedeutsames strategisches Instrument. Gerade angesichts des aktuellen Fachkräftemangels, welcher den deutschen Mittelstand nach Schätzungen jährlich mindestens 30 Milliarden Euro kostet, können Zeitarbeitsfirmen für die Unternehmen auch als Lieferanten von dringend benötigtem Know-how wertvolle Dienste leisten.

All dies sind gute Gründe, das strategische Instrument Zeitarbeit näher zu betrachten. „Wirtschaft heute“ wird in den kommenden Ausgaben gezielt mit Personaldienstleistern sprechen und den Lesern ausgewählte Unternehmen der Zeitarbeitsbranche vorstellen.